Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Beim Rabenbad

(Lechviertel, Amtlicher Stadtplan K 9)

Von: Dr. Wolfram Baer / Adelheid Hoechstetter-Müller (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Historischer Straßenname, der auf die Bezeichnung ’Rappenbad’ (Lit. A 310 = Beim Rabenbad 3) im ältesten Steuerbuch von 1346 zurückgeht. Führte man bislang die Nennung Rabenbad auf ein Judenbad (Rabbinerbad) zurück, so ist dies heute nicht mehr haltbar, da dieses Judenbad nach neuesten Erkenntnissen am Stadtbach nördlich der Stadtmetzg zu lokalisieren ist. Seit 1401 war das Rabenbad im Besitz des angrenzenden Heilig-Geist-Spitals, 1492 kam es an einen Bader. Es war Senioratslehen der Truchsesse von Waldburg-Zeil-Trauchburg, die 1512-1848 die Hoechstetter damit belehnten.

R. Hoffmann, Die Augsburger Bäder und das Handwerk der Bader, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 12 (1885), 1-33; Reinhard H. Seitz, Zur Topographie der älteren Judengemeinden in Augsburg und Lauingen, in: Geschichte und Kultur der Juden in Schwaben, 1994, 19-34; Adelheid Hoechstetter-Müller, Die Hoechstetter als Inhaber des Augsburger Rappenbad-Lehens 1512-1848, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Schwaben 89 (1996), 125-137.



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