Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Apfel

Kattundruckerfamilie

Von: Prof. Dr. Mark Häberlein / Dr. Michaela Schmölz-Häberlein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Johann Apfel, der ab etwa 1692 bei Boas Ulrich das Handwerk des Formschneiders erlernte, begann Anfang des 18. Jahrhunderts mit dem Textildruck, wobei er den Blau-Druck nach holländischem Vorbild in Augsburg einführte. Lag sein Vermögen 1698 noch unter 200 fl, so verfügte er 1716 bereits über ein Vermögen von 10.000-20.000 fl und zahlte zu diesem Zeitpunkt unter allen Augsburger Kattundruckern die weitaus höchste Steuer. Die Druckerei am Vogeltorplatz vererbte sich über drei Generationen hinweg in der Familie. 1757 ging Johann Christoph d. Ä. mit Passiva in Höhe von 36.000 fl in Konkurs, doch gelang es seinem gleichnamigen Sohn, den Kattundruck fortzusetzen. 1775-1780 nahmen die Apfel allerdings mit rund 850-950 Tuchen jährlich nur noch rund 1 % der Augsburger Kattunproduktion ab. 1782 ging die Druckergerechtigkeit auf Schöppler und Hartmann über. Johann Michael Schöppler erwarb auch die Grundstücke am Vogeltorplatz und am Oberen Graben.

Wolfgang Zorn, Handels- und Industriegeschichte Bayerisch-Schwabens 1648-1870, 1961, 64, 117; Peter Fassl, Konfession, Wirtschaft und Politik. Augsburg 1750-1850, 1988, 147, 149; Claus-Peter Clasen, Textilherstellung in Augsburg in der Frühen Neuzeit 2, 1995.



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