Stadtlexikon Augsburg - Nachschlagewerk zur Geschichte der Stadt Augsburg und Schwabens.
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Ammann

Kaufmanns-, Patrizierfamilie

Von: Prof. Dr. Mark Häberlein (Stand: 2. Auflage Druckausgabe)

  • Die Brüder Hans († 1606) und Georg Ammann (I, † 1618), Söhne des Hans Ammann und Mitglieder der Kaufleutestube, leiteten Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Handelsgesellschaft, die vor allem Verbindungen nach Oberitalien unterhielt. Georg erwarb 1617 das Gut Guggenberg. Seine Söhne Georg (II, † 1654), Heinrich († 1657) und Paul († 1632), die die Firma weiterführten, wurden 1623 gemeinsam mit ihrem Bruder Stephan und dem Vetter Hans von Kaiser Ferdinand II. geadelt. Nach dem 30jährigen Krieg spielten die Ammann, die 1649 ins Patriziat aufgenommen wurden, als führende protestantische Familie in der Politik der Stadt eine wichtige Rolle. 1715 saßen fünf Mitglieder der Familie im Rat. Gottfried, ein Sohn von Georg (II), war 1701-1716 evangelischer Stadtpfleger Er besaß Anteile an den Dörfern Meitingen, Täfertingen, Hirblingen und Neusäß. Mit Paul stellte die Familie 1774-1792 einen weiteren Stadtpfleger.

Paul von Stetten, Geschichte der adelichen Geschlechter in der freyen Reichsstadt Augsburg, 1762, 319-321; Friedrich Blendinger, Augsburger Handel im 30jährigen Krieg, in: Wirtschaftskräfte und Wirtschaftswege 2, 1978, 325-345, 290; Ingrid Bátori, Reichsstädtisches Regiment, Finanzen und bürgerliche Opposition, in: Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart, 21985, 461; Christina Dalhede, Neue Augsburger Quellen zur Kenntnis europäischer Handelshäuser um 1600, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 76 (1989), 515; Augsburger Eliten des 16. Jahrhunderts, 1996, 5-11.



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